Es ist noch nicht lange her da zählte jede Hinterkommastelle bei der Verzinsung auf dem Tagesgeldkonto. Im Zuge der Bankenkrise vielen die Tagesgeldzinsen auf nie geahnte Tiefen und brauchten sehr lange bis sie sich ansatzweise erholten. Nicht wenige haben in dieser Bankenkrise Geld verloren, weil nicht genau genug auf die Absicherung geachtet wurde, oder gar Staaten die Zahlung an ausländische Gläubiger verweigerte. Dies führte zu einer Vertrauenskrise in eben diese Staaten.
Nun, nur wenige Jahre später – die Zinsen haben sich noch nicht richtig erholt – kommt die nächste Vertrauenskrise – diesmal in unsere Gemeinschaftswährung, den Euro. Kaum jemand weiss, ob Griechenland noch zu retten ist und wie dir tatsächliche Situation in Italien und Spannien aussieht. Somit sind derzeit nicht nur die Tagesgeldkonditionen entscheidend, sondern auch die Verfassung des Kreditinstituts, bei der man sein Tagesgeld Konto führt, das Land, in dem die kontoführende Bank ansässig ist und nicht zuletzt auch die Währung, auf die das Tagesgeldkonto läuft.
Vor einigen Jahren wäre niemand je auf die Idee gekommen, dass ein Staat in die Insolvenz gehen könnte. Aber nun, in Zeiten wo man auch nicht mehr jeder Versicherung eines Staates trauen kann muss man sich geneuer bezüglich der Sicherheit von Tagesgeld oder auch Festgeld erkundigen und im Zweifel zwischen höherem Zinssatz und Sicherheit abwägen.